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Landwirtschaft

 

Die Lommatzscher Pflege verfügt über eine weit in die Vergangenheit zurückreichende Tradition der Bewirtschaftung und Besiedlungskonstanz und gehört sowohl zu den ältesten Agrarlandschaften Deutschlands als auch zu den wichtigsten sächsischen Altsiedellandschaften. Seit über 7000 Jahren bilden hervorragende Böden die Basis bäuerlichen Wirtschaftens in der Lommatzscher Pflege. Die besondere Fruchtbarkeit des lössmächtigen Bodens wurde bereits von den frühen Siedlern erkannt und mit der slawischen Landnahme im 6. Jahrhundert intensivierte sich der Prozess der Herausbildung der bäuerlichen Kulturlandschaft. Im Zuge der frühdeutschen Besiedlung entwickelte sich die Lommatzscher Pflege zur Kornkammer der Mark Meißen, einer leistungsstarken Anbauprovinz für Weizen und Gerste. Die Bedeutung der Lommatzscher Pflege für die Landwirtschaft lag nicht nur im Feldbau, sondern auch in der ebenso traditionsreichen Viehzucht; so begegnete man z.B. im 19. Jahrhundert dem starken Wachstum der sächsischen Bevölkerung mit der Gründung einer Zuchtgenossenschaft für das Meißner Schwein (1888). Auch konnten im 19. Jahrhundert die Ertragsleistungen der Böden durch Agrarreformen und den Einsatz künstlicher Düngemittel noch gesteigert werden.

In der LES Lommatzscher Pflege unter dem Kapitel 4.4 sowie 2.5 erhalten Sie weitere Informationen.

 

Bisher wurden im Handlungsfeld Landwirtschaft (ILEK 2007) wichtige Maßnahmen umgesetzt, die allerdings nicht über die ILE-Richtlinie sondern aus der Fachförderung oder ohne Fördermittel finanziert wurden.

Ein Projekt davon ist die Luzernetrocknungsanlage des Agrarunternehmens „Lommatzscher Pflege“ eG in Pitschütz/Stadt Lommatzsch. Die Anlage ist ein doppelstöckiger Quaderballentrockner mit Wärmetauscher. Für das Trocknungsverfahren wird die Abwärme der Biogasanlage genutzt. Durch die Trocknung von Luzerne wird hochwertiges eiweißreiches Futtermittel für die Kühe hergestellt und ein Beitrag für eine gesunde Tierhaltung geleistet. Der Anbau von Luzerne wirkt sich zudem positiv auf den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit aus und trägt zum Erosionsschutz bei. Die Anlage wurde 2008 als Pilotanlage in Deutschland in Betrieb genommen.