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Gebiet

Die Lommatzscher Pflege befindet sich linksseitig des Elbtals und nordwestlich der Stadt Meißen und südlich von Riesa. Die Abgrenzung des Gebietes ergibt sich durch die vorhandenen geografischen Rahmenbedingungen, die vor allem durch die wertvollen Bodenverhältnisse dokumentiert werden. Aber auch die gemeinsame Historie, bezeugt durch die vorhandenen Kulturlandschaftselemente und baukulturellen Objekte, bildet die Grundlage für eine gemeinsame regionale Identität.

Das LEADER-Gebiet (LEADER ist eine Initiative der Europäischen Union, mit der seit 1991 Aktionen im ländlichen Raum unterstützt werden.) umfasst nach dem Zusammenschluss von Klipphausen und Triebischtal nunmehr 7 Landgemeinden (Diera-Zehren, Hirschstein, Käbschütztal, Klipphausen, Ostrau, Stauchitz und Zschaitz-Ottewig) und die Stadt Lommatzsch mit ihren zugehörigen Ortsteilen sowie die Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Leuben-Schleinitz (nun zu Nossen gehörend) und seit 2014 die ländlichen Ortsteile der Stadt Riesa.

Lage

Fakten

Einwohner (Stand 30.06.2013)

36.114

Bevölkerungsdichte pro km²

78

Fläche in km²

464

Ortsteile

234

Allgemeine Informationen

Die guten infrastrukturellen Voraussetzungen, die Nähe zu den Großstädten mit ihren Kulturangeboten und die gute soziale Infrastruktur mit Kinderkrippen, Kindergärten, Grund- und Mittelschulen machen die Region für Ansiedlungen von Unternehmen interessant. Voll erschlossene Gewerbegebiete stehen in den Gemeinden hierfür zur Verfügung.
Wegen ihrer besten Lößböden dominiert in der Lommatzscher Pflege seit jeher die landwirtschaftliche Nutzung. Aber auch traditionelles Handwerk ist verbreitet und bietet der Bevölkerung Arbeitsplätze. Zahlreiche Vereine ermöglichen eine aktive, vielseitige Freizeitgestaltung und für kleine und größere Abenteurer gibt es einiges zu entdecken. Egal ob Sie die Region mit dem Rad, zu Fuß, hoch zu Ross oder mit dem Auto erkunden - es gibt stets Interessantes zu sehen.

Namensgebung

Blick auf Lommatzsch mit St. Wenzelskirche im Vordergrund Kornblumen und Mohn
Bild: Katharina Grübler

Die Lommatzscher Pflege ist eine historisch gewachsene Region, deren Name seit 1517 in einer Stiftungsurkunde zugunsten des Klosters Meißen belegt ist.
Der Begriff "Pflege" bezeichnete im mittelalterlichen Feudalwesen einen Bezirk, der einem grundherrlichen Beamten zur Verwaltung übergeben wurde. Später wurde dies die allgemeine Bezeichnung für einen kleineren Verwaltungsbezirk. Bis heute hat sich - wie bei der Lommatzscher Pflege - der Begriff als Landschaftsbezeichnung erhalten. Es ist nicht verwunderlich, dass dieser Landstrich nach der altehrwürdigen Stadt Lommatzsch benannt wurde, ist diese doch die einzige Stadt in diesem ländlich geprägten Gebiet.
Die Lößablagerungen machen die Lommatzscher Pflege zu einem der fruchtbarsten Landstriche Deutschlands. Sie wird deshalb auch als die Kornkammer Sachsens bezeichnet und dies war schon zu Bischoff Benno’s Zeiten (* um 1010, † 1106) so. Auch der sächsische König Albert (* 1828, † 1902) nannte dieses Fleckchen Erde seines Königreiches Kornkammer.

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