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Fundstücke auf einem germanischen Friedhof des 1. Jhs. n. Chr. auf dem Tanzberg bei Prositz
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Um die Zeitenwende geriet die Elbe in den Einflussbereich des römi- schen Weltreiches. Der Flusslauf sollte zu dessen Außengrenze zum „barbarischen“ Germanien ausgebaut werden. Ein Zangenangriff auf das Reich des Markomannenkönigs Marbod im heutigen Böhmen könnte im Jahr 6 v. Chr. römische Truppen bis in unsere Gegend geführt haben. Vielleicht fehlen deshalb bislang alle archäologischen Spuren der Jahrzehnte um Christi Geburt.
Die Verhältnisse hatten sich wohl wieder stabilisiert, als sich elbgermanische Bevölkerungsgruppen an der Elbe niederließen, die enge Verbindungen nach Böhmen unterhielten.
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Auf dem Tanzberg bei Prositz zeugt davon ein germanischer Friedhof des 1. Jhs. n. Chr.. Dieser konnte zwischen 1906 und 1909 untersucht werden. Eine Siedlung dieser frühen Germanen dürfte sich östlich von Altlommatzsch befunden haben.
„Gähnende“ Siedlungsleere während der Völkerwanderungszeit (500-700 n. Chr.)?
Deutlich schlechter sind wir über die folgenden Jahrhunderte informiert, wenngleich die späte römische Kaiserzeit und Völkerwanderungszeit zunehmend in Lesefundkomplexen der letzten Jahre vertreten ist.
Zu einem recht dünnen Rinnsal wird der Quellenfluss während des 5. bis 7. Jhs. v. Chr. Im Gegen- satz zu anderen Perioden hat auch die intensive archäologische Arbeit der letzten Jahre den bekannten Quellenbestand nicht nennenswert vermehrt. Es ist daher nicht einmal mehr auszuschlie- ßen, dass zwischen 450 und 650 n. Chr. selbst attraktive Räume mit hoher Bodengüte und klima- tischer Gunst wie die Lommatzscher Pflege sich teilweise entvölkerten.
Dr. sc. phil. H. Plaul |
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KULTURGESCHICHTE |
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SCHMALSPURBAHN |
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ARCHÄOLOGIE |
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