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Burg Göhrisch

Ansicht der "Burg" Göhrisch, deren Geschichte vielleicht sogar bis in die Bronzezeit zurückreicht.

Goldkuppe

Die Goldkuppe ragt als Abschnitts- wall noch bis zu 18 m auf und ist der Abschluss des bronzezeitlichen Burgensembles in der Lom- matzscher Pflege.
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Mit dem Aufkommen von Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn, endete in Sachsen um 2200 v. Chr. die Jungsteinzeit. Es brach ein neues Zeitalter an, das bis etwa 700 v. Chr. andauerte, die sog. Bronzezeit, deren früher Abschnitt (2200-1500 v. Chr.) nach einem böhmischen Fundort „Aunjetitzer Kultur“ heißt.

Nachdem anfangs vor allem Schmuckgegenstände (Hals- und Armringe, Nadeln) aus dem neuen Metall hergestellt worden waren, setzte sich Bronze zunehmend auch in der Werkzeug- und Waffenproduktion durch. Mit dem metallurgischen und handwerklichen Fortschritt Hand in Hand gingen Arbeitsteilung und soziale Differenzierung, die sich in reichen Gräbern und befestigten Höhensied- lungen spiegeln. Möglicherweise reichen die Anfänge der „Burgen“  Göhrisch und Löbsal, die sich beiderseits der „Rauhen Furt“ gegenüberliegen, bis in die frühe Bronzezeit zurück. Hier traf eine Fernstraße, die von Mitteldeutschland in die Lausitz und weiter nach Schlesien führte, auf die Elbe. Wer diese Kreuzung beherrschte, konnte von dem steigenden Austausch von Erzen, Bronzegeräten oder -waffen, Bernstein und landwirtschaftlichen Erzeugnissen profitieren.
Die dritte und mit über 18 ha größte Anlage, deren Abschnittswall noch bis zu 18 m aufragt, die Goldkuppe, bildet den nördlichen Abschluss dieses bronzezeitlichen Burgenensembles, welches das größte in Deutschland ist.
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Unbefestigte Siedlungsplätze dieser Zeit sind vor allem durch Oberflächenfunde bekannt. Wirkten in den Bestattungssitten der frühen Bronzezeit spätjungsteinzeitlichen Traditionen (Grabhügel, Hockerbestattungen) fort, ging man in der zweiten Hälfte des 2. Jt. v. Chr. dazu über, die Toten zu verbrennen und den Leichenbrand in Urnen zusammen mit umfangreichen Geschirrsätzen beizusetzen.
Der Brauch, über einem Grab einen Hügel aufzuschütten und damit weithin sichtbar auszuzeichnen, verschwand schließlich in den letzten Jahrhunderten des 2. Jt. v. Chr. zugunsten großer, dicht belegter Urnengräberfelder, die typisch sind für die Lausitzer Kultur, wie die Archäologen den mittleren und späten Abschnitt der Bronzezeit (1500-700 v. Chr.) nennen.

Dr. sc. phil. H. Plaul

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KULTURGESCHICHTE



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SCHMALSPURBAHN



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ARCHÄOLOGIE



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